
In der Nähe des Anrather Bahnhofs ist am vergangenen Samstagnachmittag eine dreizehnjährige Kempenerin von einem bislang Unbekannten vergewaltigt worden. Sie hatte sich scheinbar schlicht verfahren, war in Anrath ausgestiegen und ging während der Wartezeit auf den nächsten Zug zurück in der Nähe spazieren. Dabei wurde sie von diesem Mann überwältigt und vergewaltigt.
Eine Bekannte meinte in einem Gespräch darüber, dass man als Willicher ja eigentlich wisse, dass man sich da besser nicht herumtreibe. Falsche Zeit, falscher Ort? Kann das so einfach sein? Meine Mutter würde jetzt sagen, dass das Mädchen "noch Glück gehabt" hätte. Immerhin lebt sie noch. Kann das so sein? Dass man heute dankbar sein muss, nicht getötet worden zu sein?
Was ich (nicht nur) in dieser Stadt vermisse, sind Aktionen und klare Ansagen. Natürlich: Eine Vergewaltigung wie die oben beschriebene ist nicht wirklich zu verhindern. Irgendein Mistkerl wird immer eine Gelegenheit finden, anderen Gewalt anzutun. Aber kann man nicht irgendetwas tun, um diese Dinge zumindest schwer möglich zu machen? Zu Mahnwachen für den Frieden oder die Rettung irgendwelcher Nerze und Feldhamster finden sich gern mehr als zwei Dutzend Personen.
Wie wäre es also stattdessen mit kleinen Wachen an exponierten Haltestellen in der dunklen Jahreszeit? Gut, zugegeben, das ist kein so hehres Ziel wie die Mahnwache gegen Atomwaffen im Iran (die mit Sicherheit nicht eine einzige Seele im Iran auch nur ansatzweise zur Kenntnis nimmt), Kondome verteilen oder gegen Bürokratisierung protestieren oder ähnliches. Man kommt damit nicht in den Friedensstifter-Himmel. Aber man könnte Anderen ein Gefühl von Sicherheit geben. Wie sieht's aus, JuLis, JUSOS, Ju's?
Ich meine: Das ist unsere Stadt.
Eine Bekannte meinte in einem Gespräch darüber, dass man als Willicher ja eigentlich wisse, dass man sich da besser nicht herumtreibe. Falsche Zeit, falscher Ort? Kann das so einfach sein? Meine Mutter würde jetzt sagen, dass das Mädchen "noch Glück gehabt" hätte. Immerhin lebt sie noch. Kann das so sein? Dass man heute dankbar sein muss, nicht getötet worden zu sein?
Was ich (nicht nur) in dieser Stadt vermisse, sind Aktionen und klare Ansagen. Natürlich: Eine Vergewaltigung wie die oben beschriebene ist nicht wirklich zu verhindern. Irgendein Mistkerl wird immer eine Gelegenheit finden, anderen Gewalt anzutun. Aber kann man nicht irgendetwas tun, um diese Dinge zumindest schwer möglich zu machen? Zu Mahnwachen für den Frieden oder die Rettung irgendwelcher Nerze und Feldhamster finden sich gern mehr als zwei Dutzend Personen.
Wie wäre es also stattdessen mit kleinen Wachen an exponierten Haltestellen in der dunklen Jahreszeit? Gut, zugegeben, das ist kein so hehres Ziel wie die Mahnwache gegen Atomwaffen im Iran (die mit Sicherheit nicht eine einzige Seele im Iran auch nur ansatzweise zur Kenntnis nimmt), Kondome verteilen oder gegen Bürokratisierung protestieren oder ähnliches. Man kommt damit nicht in den Friedensstifter-Himmel. Aber man könnte Anderen ein Gefühl von Sicherheit geben. Wie sieht's aus, JuLis, JUSOS, Ju's?
Ich meine: Das ist unsere Stadt.
