Samstag, Oktober 08, 2005

Dienstag geschlossen

Dienstag, 11. Oktober, wird zwischen 19.45 Uhr und 22 Uhr niemand ans Telefon gehen, die Tür öffnen, eMails lesen geschweige denn: beantworten. Niemand wird in diesem Haus zu sehen sein (gut, außer für die amerikanischen Baseballspionagesatelliten), niemand wird in irgendeiner sichtbaren Form organisches Leben innerhalb dieser Mieträume nachweisen können.

Der Grund: -> Link

Von vorne bis hinten

Essen - An elf Stationen im Hamburg, Berlin, München und Stuttgart müssen Kunden schon nicht mehr selbst zum Zapfhahn greifen, wie die "Neue Ruhr/Neue Rheinzeitung" berichtet. Der zweitgrößte deutsche Mineralölkonzern hat ein Pilotprojekt gestartet, bei dem Tankkunden sich wieder wie früher von vorne bis hinten von "ausgebildeten Service-Mitarbeitern" bedienen lassen können, wie ein Shell-Sprecher erklärte.


Ja! Endlich kommt sie wieder, die Bedienung von vorne bis hinten. Vielleicht muss man sich dann im Extra auch nicht mehr für's Einkaufen und Bezahlen wollen fast entschuldigen müssen.

Freitag, Oktober 07, 2005

Podcast

Podcast? Webradio? GEMA-freie Musik? GEMA-Musik? Und dann doch noch GVL zahlen? Wie viel? Wohin? Wieso eigentlich? Ich bin noch so unentschieden. Wer hat Vorschläge, Ideen?

Donnerstag, Oktober 06, 2005

Anrath und alles andere


In der Nähe des Anrather Bahnhofs ist am vergangenen Samstagnachmittag eine dreizehnjährige Kempenerin von einem bislang Unbekannten vergewaltigt worden. Sie hatte sich scheinbar schlicht verfahren, war in Anrath ausgestiegen und ging während der Wartezeit auf den nächsten Zug zurück in der Nähe spazieren. Dabei wurde sie von diesem Mann überwältigt und vergewaltigt.

Eine Bekannte meinte in einem Gespräch darüber, dass man als Willicher ja eigentlich wisse, dass man sich da besser nicht herumtreibe. Falsche Zeit, falscher Ort? Kann das so einfach sein? Meine Mutter würde jetzt sagen, dass das Mädchen "noch Glück gehabt" hätte. Immerhin lebt sie noch. Kann das so sein? Dass man heute dankbar sein muss, nicht getötet worden zu sein?

Was ich (nicht nur) in dieser Stadt vermisse, sind Aktionen und klare Ansagen. Natürlich: Eine Vergewaltigung wie die oben beschriebene ist nicht wirklich zu verhindern. Irgendein Mistkerl wird immer eine Gelegenheit finden, anderen Gewalt anzutun. Aber kann man nicht irgendetwas tun, um diese Dinge zumindest schwer möglich zu machen? Zu Mahnwachen für den Frieden oder die Rettung irgendwelcher Nerze und Feldhamster finden sich gern mehr als zwei Dutzend Personen.

Wie wäre es also stattdessen mit kleinen Wachen an exponierten Haltestellen in der dunklen Jahreszeit? Gut, zugegeben, das ist kein so hehres Ziel wie die Mahnwache gegen Atomwaffen im Iran (die mit Sicherheit nicht eine einzige Seele im Iran auch nur ansatzweise zur Kenntnis nimmt), Kondome verteilen oder gegen Bürokratisierung protestieren oder ähnliches. Man kommt damit nicht in den Friedensstifter-Himmel. Aber man könnte Anderen ein Gefühl von Sicherheit geben. Wie sieht's aus, JuLis, JUSOS, Ju's?

Ich meine: Das ist unsere Stadt.

Mittwoch, Oktober 05, 2005

Rauchzeichen

Da hatte die BILD-"Zeitung" Bundeskanzler Gerhard Schröder schon in den Ruhestand geschrieben - und jetzt spielt der nicht mit. Will bleiben. Weil die SPD ihn braucht. Gut, die BILD-"Zeitung" ist jetzt nicht das verlässlichste Nachrichtenorgan (siehe irgendeinen der Artikel im BILDBLOG). Und verwunderlich ist SPD-Schröders Wunsch auch nicht. Aber weiter bringt uns das nicht.
Bei RTLII gab es dann auch heute eine dieser Umfragen, die man so oder so interpretieren kann. "Nur noch 25 Prozent der Deutschen wollen Schröder als Bundeskanzler" könnte man bei der Union als Headline vermuten, "Nur 28 Prozent der Deutschen wünschen sich Angela Merkel als Kanzlerin" als Headline bei der SPD. Beides richtig. Nach dieser Umfrage aber will Deutschland eigentlich gar nix: 40 Prozent der Deutschen wollen keinen von beiden im Amt sehen.
Wen denn dann, fragt man sich. Roland Koch? Heiner Geißler? Uwe Schummer? Bei letzterem zumindest wäre unser Regierungschef deutlich attraktiver als die bislang vorgestellten Kandidaten, und wir könnten uns auf gute Beziehungen zu Australien einstellen - da nämlich ist Schummer geboren.
Was ist mit den Frauen? Anne Will könnte ich mir vorstellen. Ruhig, zielstrebig, kompetent. Warum nicht jemanden, der/die nicht parteigebunden ist? Volksparteien jedenfalls - das zeigt auch die letzte Wahl - sind Relikte.

Montag, Oktober 03, 2005

Nachwahl

Die Nachwahl in Dresden (lustig, dass einen Tag vor den Feiern zur Einheit gerade im Osten nachgewählt werden musste), die Nachwahl in Dresden also brachte Unglaubliches zu Tage. Nein, dass die CDU/CSU ein Überhangmandat zusätzlich gewann und damit den Abstand im Bundestag auf vier Sitze erhöhte, ist nicht die historisch wichtige Nachricht.
Er hier » Link wurde per demokratischem Beschluss vom Bundestag ausgeschlossen, quasi nicht wiedergewählt - obwohl er eigentlich schon gewählt war. Jedenfalls wäre seinem Vorgänger das nie passiert, das ist sicher.

Webradio

In der Politik ist das üblich, ich muss das heute auch machen - einen Rückzieher. Webradio habe ich machen wollen. Zwei Stunden pro Woche, maximal 100 Zuhörer und 60 Prozent Musikanteil. Das würde mich im Jahr knapp 1400 Euro kosten. Monatlich aufgeschlüsselt sieht das so aus: GEMA etwa 30 Euro, GVL etwa 40 Euro (weil 500 Euro pro Jahr mindestens gezahlt werden müssen), der Radioserver noch mal 40 Euro. Für ein Hobby ist das zu viel, denn schließlich muss noch das entsprechende Equipment gekauft werden. Die Auflagen sind höher und komplizierter als die für Wirtschaftskriminelle. Radio in Deutschland ist halt immer noch Sache der sowieso Mächtigen. Schade.

PS: Aufgeschoben. Nicht Aufgehoben.

Früher war alles besser

Dieses Foto ist etwa 3 Jahre alt. Dieser Computer war damals mein einziger Computer. 100 MHz, kleinste Festplatte, dazu ein Analog-Modem. Entstanden ist das Foto im ehemaligen Schlafzimmer meiner Eltern, das meine Mutter für mich freigeräumt hatte. Mehr oder weniger. Im Prinzip hatte ich mich damals der Einrichtung angepasst und arbeitete inmitten all der Dinge, die meine Mutter in zehn Jahren im Schlafzimmer angesammelt hatte. Das Foto machte ich mit der Analogkamera, die ich mittlerweile Dennis geschenkt habe.
Manchmal in den vergangenen Wochen dachte ich, dass ich damals kreativer war. Freier. Pfiffiger.
Blödsinn. Damals hatte ich exakt eine Aufgabe: Langeweile töten. Also entwarf ich über Wochen hinweg eine Speisenkarte, für die ich heute vielleicht eine Woche Zeit hätte, und die mit Sicherheit besser aussehen würde als die damalige Version.
Heute muss ich fünf, sechs Dinge auf einmal bearbeiten und im Auge behalten. Allein in den nächsten Monaten bis Dezember haben wir sieben größere Events zu betreuen, von denen wir nur bei zweien auf Erfahrungen zurückgreifen können. Die anderen müssen erarbeitet werden. Kein Problem, sowas ist halt nur sehr aufwendig.
Dazu mehr als ein Dutzend Pressemitteilungen, von denen wir schon heute wissen. Vier Websiteprojekte für Unternehmen, dazu vier weitere, die wir betreuen und drei eigene Websites. Jetzt, wo wir zur Schiefbahner Werbegemeinschaft gehören, werden wir uns auch da einbringen, wo man uns brauchen kann.
Und meine Pläne gehen ja noch weiter. Ein neues Show-Projekt steht an und dazu die Erfüllung eines weiteren Traums.
Einen hatte ich mir damals schon mit der Gründung von "viersieben" erfüllt. Meine eigene Zeitschrift. Jetzt kommt die nächste Stufe. Ich wollte immer schon mal eine Radiosendung moderieren.
War ich früher kreativer? Freier? Nein. Dazu kommt, dass sich mir heute Möglichkeiten bieten, die ich mir vor drei Jahren nur erträumt hatte.

Sonntag, Oktober 02, 2005

Veränderung

Veränderung ist immer gut. Was sich nicht ändert, bewegt sich nicht. Was sich nicht bewegt, kommt nicht vorwärts. Gut. Es gibt Ausnahmen, bei denen Veränderungen eher unschön sind. Dieses Blog hat sein Aussehen verändert. Das Wort steht wieder im Vordergrund.
Das kann sich jederzeit wieder ändern, klar. Im Moment jedenfalls gefällt mir das so ausnehmend gut.

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